Ich habe lange nach einer einfachen Möglichkeit gesucht, wie man das BIOS den Asus eeePC (900) einem Update unterziehen kann. Die meisten Beschreibungen sind recht umständlich und arbeiten mit DOS-Bootdisk. Asus selbst bietet die [url="http://update.eeepc.asus.com/bios/"]BIOS-Updates für eeePCs[/url] direkt an. Auf der entsprechenden [url="http://support.asus.com/download/download.aspx?SLanguage=de-de"]Support-Seite[/url] (man muss sich etwas durchklicken) ist ebenso explizit angegeben, dass das Update für alle Betriebssysteme geeignet sein soll, weswegen ich nicht glauben konnte, dass ein Update ohne Windows nur über Bootdisk funktionieren kann. Im Archiv befand sich allerdings nur eine [i]*.ROM[/i]-Datei, ein Flasher gibs von Asus wirklich nur für Windows.

Nach einiger Suche bin ich dann auf eine alte Anleitung für den 701 gestoßen, die nun wirklich sehr einfach ist. Der Schluss lag nahe, dass es auch für den 900 funktionieren kann und siehe da: Es geht! Um nun anderen Suchenden das Leben etwas zu erleichtern:

Man braucht:

  • Ein USB-Stick (formatiert in FAT16)
  • Die [i]*.ROM[/i] von der Asus-Seite

Und man macht damit:

  1. Falls noch nicht geschehen den USB-Stick mit FAT16 formatieren. Ich selbst hatte nur mein "Wartungs"-Stick zur Verfügung, weswegen ich per [url="http://www.partimage.org/Main_Page"]partimage[/url] (findet sich auch in der ubuntu-Packetverwaltung) erstmal den gesamten Stick gesichert habe. OB FAT32 bzw NTFS funktionieren kann, weiß ich nicht, ein Linux-FS (ext2/ext3) funktioniert zumindest nicht.
  2. Die [i]*.ROM[/i] als [i][Modellnummer].ROM[/i] (zB [i]900.ROM[/i]) auf den Stick kopieren. Sollte man sich über die Modellnummer nicht sicher sein, kann man den Schritt auch erstmal überspringen.
  3. Alle USB-Geräte ausser den Stick entfernen und den Mini neustarten. Beim Bootscreen (dort wo er auch "F2 for Setup" etc abfragt) Alt+F2 drücken und warten. Sollte man Schritt 2 überspringen haben, wird er sich jetzt beschweren, dass er die Datei [i]XY.ROM[/i] nicht gefunden hat. Jetzt weiß man wenigstens, wie sie heißen muss und kann ab Schritt 2 nochmal weiter machen.

"Warten" ist wirklich ernst gemeint. Der Vorgang dauert etwas und zwischendurch bekommt man das Gefühl, dass er abgesoffen ist, er arbeitet aber einfach nur recht langsam und die Ausgaben sind alles andere als aussagekräftig. Auf gar keinen Fall (!) abbrechen!!! Ungeduldige Gesellen mögen sich nen Kaffee machen ;)

Irgendwann sollte er fertig werden. Man wird danach aufgefordert das Netbook auszuschalten. Startet man danach wieder neu, so meckert er erstmal über ein Checksum-Error, aber keine Angst: Das ist normal, man hat ihn schließlich das BIOS geklaut ;) Mit F1 kommt man direkt ins BIOS-Setup, was auch notwendig ist, weil er bei mir komischerweise das WLAN und noch irgendwas (:X) abgeschaltet hat.

Das wars auch schon
Grüße, KingCrunch